Revierübergreifende Bewegungsjagd

Revierübergreifende Bewegungsjagd in den Rotwildkerngebieten des Hochwildringes Gartow-Lüchow am 04.12.2021

 

Am 09.01.2021 findet in den Rotwildkerngebieten des HWR Gartow-Lüchow zum elften  Mal eine revierübergreifende Bewegungsjagd statt. Diesmal unter den Bedingungen der Corona-Pandemie.

Von ihrem Ansatz her soll die Jagd in erster Linie der Abschussplanerfüllung des Hochwildes dienen. 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland angekommen. Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, ist es notwendig, den Schwarzwildbestand weiterhin massiv  abzusenken. Daher hat diese Jagd auch in diesem Hinblick eine große Bedeutung.

 

Für das Gelingen einer solchen Jagd ist eine Voraussetzung, dass sich möglichst alle Reviere daran beteiligen und zeitgleich in allen Revieren eine Beunruhigung stattfindet. Die angeschriebenen Reviere, die von ihrer Lage her Fernwechselreviere sind, werden gebeten, die entsprechenden Wechsel abzusetzen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass auch hier der Zeitplan unbedingt eingehalten werden sollte. Eine Beunruhigung ist hier nicht unbedingt erforderlich, aber, wenn sich in den Feldmarken Rotwildrudel festsetzen sollten, bitte diese in Bewegung bringen. Für das Gelingen dieser Jagd sind weiterhin folgende Punkte wichtig:

Die Schützenstände sollten abgesetzt von den Hauptwegen an den Wechseln innerhalb der Bestände gewählt werden. Hier unbedingt die Erfahrungen vergangener Drückjagden auswerten. Rotwild ist sehr lernfähig!

 

- Aus Sicherheitsgründen müssen die Schützen möglichst neon-orange Signalbekleidung tragen und nur auf erhöhten Ansitzeinrichtungen sitzen (vorherige Hochsitzkontrolle beachten)

- Auf Kugelfang ist zu achten. Bitte keine Weitschüsse. Der Wald ist kein Kugelfang!

- Bei grenznahen Ständen sollte unbedingt eine Absprache mit dem Reviernachbarn erfolgen. Auf diesen Hinweis sollte ein besonderer Wert gelegt werden.

- Kein Beginn der Jagd/Bewegungen durch das Jagdgebiet außerhalb des Zeitplans!

- Nachsuchen erst, wenn die Jagd zu Ende ist. (keine Stücke über Schweißfährten ziehen, keine Schweißfährten durch den Abtransport von erlegtem Wild (Tragegitter) verursachen

- Verkehrssicherungspflicht (Straßen) beachten.

Aus Sicherheitsgründen ist wichtig, den Zeitplan unbedingt einzuhalten!

 

Jagdgebiet

Gejagt werden soll in den Forstorten Lucie, Pretzeetze mit den angrenzenden Revieren. Weiterhin geht eine gedachte Linie über Dünsche, Marleben, Trebel, Nemitz, Lanze, Prezelle, Gartow Gut, Meetschow, Gorleben, Gedelitz-Pölitz mit einer Gesamtjagdfläche von ca. 20.000ha.

 

09:00 Uhr Jagdbeginn (Schützen auf den Ständen)

09:30 Uhr Beginn mit der Beunruhigung/Schnallen der Hunde

(zeitgleich in allen Revieren)

12:00 Uhr Ende der Jagd

 

Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass einige Reviere schon deutlich vor dem offiziellen Jagdbeginn gejagt haben. Dadurch wurde nachweislich der Jagderfolg in angrenzenden Revieren geschmälert. Bei einer gemeinschaftlichen Jagd ist derartiges Verhalten sehr kontraproduktiv! Vor 09:00 Uhr sollte die Jagd nicht beginnen.

 

Freigabeempfehlung:

- Rotkahlwild vom schwächsten Stück her (Kalb vor Tier)

- Damkahlwild (bitte nur in den Revieren, wo es aufgrund des Bestandes nachhaltig möglich ist - Kalb vor Tier  - mein persönlicher Wunsch:
KEINE DAMWILDFREIGABE!!

- Schwarzwild – alles im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. 

- Rehwild (Kitz vor Ricke) ;

- Raubwild

 

Rot- und Damhirsche sind aus dem Topf nicht freigegeben! Die Jagd soll in erster Linie auf Kahlwild erfolgen. Empfehlung des Hochwildringes: Hirschfreigabe nur im Rahmen der Revierfreigabe. Aus dem Freigaberückhalt (Topf) kann nur Rotkahlwild erlegt werden. Dies gilt nur für diesen Jagdtag!



Nachsuchen:

Die Revierinhaber halten bitte für die Begleitung der Nachsuchenführer einen ortskundigen Jäger/Jägerin bereit.

Für die Benachrichtigung der Revierinhaber bei revierübergreifenden Suchen halten die Leiter der Freigabegruppen eine Telefonliste bereit:

Gartow Gut, Herr Ralf Abbas (0173-2087475)

Lemgow (Rüdiger Schulz, 01719370662/  Lucie (Ulrich Herms, 01711742342 / Dannenberg (Wernder Bartels, 05861 4614

Forstamt Göhrde, Dr. Uwe Barge (0170-5708481)

Hegering Gartow, Herr Michael Urbansky (0160-98268555)

 

Nachsuchenführer:

Der Verein Bayrische Gebirgsschweißhunde führt mit mehreren Prüfungshunden an diesem Tag eine sogenannte Hauptsuche (Prüfungssuche) durch. In diesem Zusammenhang wird darum gebeten, Nachsuchen, die allem Anschein nach mit einer Hetze enden (Laufschüsse, kurz waidwund usw.) Herrn Abbas zu melden (0173-2087475).

Abbas, Ralf – Tel.-Nr.: 05846-375 – mobil 0173-2087475/BGS - bestätigt

Ebeling, Rolf – Tel.-Nr.: 05865-433 – mobil 0170-5650214 Bracke - bestätigt

Kühn, Karl – Tel.-Nr.: 05841-6247-mobil 0170-5650218/HS - bestätigt

Wohlfeld, Hans-Dieter – Tel.-Nr.: 05841-2535 od. 3459-mobil 0174-9302440/HS – bestätigt

Marc El Schami - 015206155612 - Poln. Schwarzwildbracke - nicht bestätigt 

Klaus Petko - 0173 8006769, BGS - nicht bestätigt

Die bestätigten Schweißhundführer dürfen grenzüberschreitend nachsuchen. Der revierverantwortliche Nachbar muss aber unbedingt in Kenntnis gesetzt werden. 

 

Revierübergreifende Jagd und Wölfe

Im Jagdgebiet muss mit der Anwesenheit von Wölfen gerechnet werden. Diese Information bitte an die Jagdteilnehmer/Hundeführer weiterleiten.

 

Streckenmeldung:

Es wird eine Streckenmeldestelle eingerichtet (Meldung so schnell wie möglich)

Streckenmeldestelle: Elke Urbansky, Tel: 0151-53 05 95 88

Informationswunsch: Revier, Stückzahl je erlegter Wildart

Bitte Strecke/Fehlanzeige und eventuelle Besonderheiten auch melden. Erste

Streckenergebnisse sind ab 19. Uhr unter o.g. Telefonnummer oder am nächsten Tag auf unseren Internetseiten www.hochwildringe.de oder Hegering gartow.de abrufbar. Die Streckenmeldung entbindet nicht von der HWR-üblichen Streckenmeldung an die entsprechenden Freigabegruppenleiter. Diese muss detailliert auf jeden Fall auch durchgeführt werden.

 

Jedes Revier ist für den Ablauf der Jagd und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen sowie den Corona-Bestimmungen selbst verantwortlich!

 

Notfallnummern:

Notarzt/Rettungsdienst: 112 ; Polizeinotruf: 110; Polizei Lüchow: 05841-1221

 

Tierärzte:

- Tierarztpraxis Anton, 29475 Gorleben, OT Meetschow, Bergweg 6, 05882-265 

- Heike Meywerk-Hannemann, Im Rundling 11, (05841 - 3226) (0171-54 34 900)

- Eva Maria von Tippelskirch, Hahnenberger Straße 16, Gartow (05846 - 979536)

 

Folgende relevante Gesetzesänderung gilt ab dem 01.12.2018:

Gesetz zur Änderung des Jagdgesetzes vom 25.10.2018 (tritt am 01.12.2018 in Kraft. Punkt 4 wird wie folgt geändert:

  1. a) Es wird folgender neuer Absatz 4 eingefügt:

"(4) Bei einer Bewegungsjagd auf Schalenwild sind die Jagdausübungsberechtigten eines nicht an der Jagd beteiligten Jagdbezirks verpflichtet, das Überjagen von Jagdhunden zu dulden, wenn die Jagd einem ihnen durch einen Jagdausübungsberechtigten eines beteiligten Jagdbezirks mindestens 2 Wochen vorher angezeigt worden ist. und die Jagdausübungsberechtigten der beteiligten Jagdbezirke die ihnen zumutbaren organisatorischen Maßnahmen gegen ein überjagen getroffen haben. Bewegungsjagd ist eine Jagd, bei der Wild  gezielt beunruhigt wird."  

Hiermit zeige ich an, dass es bei den angeschriebenen Revieren zu überjagenden Jagdhunden kommen kann.

 

Ich wünsche Ihnen und ihren Gästen einen erfolgreichen Jagdtag und hoffe, dass allen Beteiligten die besonderen Anforderungen an die Schützen bei einer Bewegungsjagd bewusst sind und waidgerecht mit denen uns anvertrauten Wildarten umgegangen wird.

Die Forstverwaltungen (Gartow Gut, NLF Göhrde) werden gebeten, das Schreiben an die

teilnehmenden Pachtreviere/Jagderlaubnisscheininhaber weiterzuleiten.

Mit besten Grüßen und Waidmannsheil

Michael Urbansky