Bericht zur Versammlung am 07.03.026 - 74

  1. Mitgliederversammlung und Hegeschau des Hochwildrings Göhrde – Abschussplanung bestätigt und bewegender Wechsel im Vorstand

Am 07.März 2026 fand die 74. ordentliche Mitgliederversammlung des Hochwildring Göhrde statt. Die Versammlung war wie immer gut besucht, doch in diesem Jahr haben auch viele Gäste teilgenommen, so auch die drei Landräte der im Hochwildring gelegenen Landkreise. Sie sprachen dem Hochwildring Dank und Anerkennung für ein hohes Maß an ehrenamtlicher Initiative und eigenverantwortlicher Organisation im Sinne einer qualifizierten Hege aus. In seinem Grußwort befasste sich Dr. Heiko Blume, Uelzen, mit der Bedeutung des Hochwildrings für unserer ländlichen Region, für Wild und Jagd. Dagmar Schulz, Lüchow-Dannenberg, betonte die gute Zusammenarbeit zwischen der anerkannten Hegegemeinschaft und den Behörden auf Basis bewährter Strukturen. Jens Böther, Lüneburg, beschrieb die Einflüsse unserer Kulturlandschaft, aber auch neuartiger Jagdtechnik auf Natur und Wildtiere. Dr. Hans-Martin Hauskeller, Niedersächsische Landesforsten, trug vor, wie rasch und dramatisch sich klimatische Veränderungen auf unsere Natur auswirken, wie wichtig dementsprechend resiliente Wälder mit angepassten Wildbeständen sind.

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Hochwildrings Göhrde standen wichtige organisatorische und jagdliche Themen auf der Tagesordnung. Neben der neuen dreijährigen Abschussplanung für Rot- und Damwild prägten vor allem personelle Veränderungen im Vorstand die Veranstaltung.

Zu Beginn der Sitzung stellte der Vorstand die Abschussplanungen für Rotwild und Damwild für die kommenden drei Jahre vor. Die Planungen wurden den anwesenden Mitgliedern ausführlich erläutert und bilden die Grundlage für eine nachhaltige und ausgewogene Bewirtschaftung der Wildbestände innerhalb des ca. 90.000 ha umfassenden Hochwildrings. Ziel bleibt es, einen gesunden und angepassten Wildbestand zu erhalten, der sowohl den ökologischen Anforderungen des Lebensraumes als auch den Interessen von Forst, Landwirtschaft und Jagd gerecht wird.

Nach der Vorstellung der Planungen folgte die Zustimmung durch die Mitgliederversammlung. Dieses klare Votum unterstreicht das Vertrauen der Mitglieder in die fachliche Arbeit des Vorstandes und die gemeinsame Verantwortung für eine nachhaltige Wildbewirtschaftung in der Region Göhrde.

Im Anschluss an diesen und weitere Tagesordnungspunkt standen die turnusmäßigen Vorstandswahlen an. Dabei kam es zu einem bedeutenden Wechsel für den Hochwildring Göhrde, denn mit Peter Pabel verabschiedete sich eine prägende Persönlichkeit aus dem Vorstand. Damit endete die bislang längste Amtszeit eines Vorsitzenden in der 74-jährigen Geschichte des Hochwildrings.  Während seiner 22-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender hat Peter Pabel die Arbeit des Hochwildrings maßgeblich geprägt. Die Verabschiedung Pabels entwickelte sich zu einem besonders bewegenden Moment der Versammlung. Nachdem seine langjährige Arbeit gewürdigt worden war, erhoben sich die anwesenden Mitglieder geschlossen von ihren Plätzen und dankten ihm mit langanhaltendem Applaus.

Ebenfalls verabschiedet wurde die Geschäftsführerin Sabine Schüssler aus dem Vorstand. Auch sie hatte über 22 Jahre hinweg eine wichtige Rolle in der Vorstandsarbeit übernommen und die organisatorischen Abläufe des Hochwildrings mit großem Engagement unterstützt. Ihr Einsatz und ihre Verlässlichkeit wurden von den Mitgliedern ebenfalls ausdrücklich gewürdigt.

Als Nachfolger wurden Karsten Hobbie als 1. Vorsitzender und Friedrich Schüssler als Geschäftsführer gewählt. Mit den neu gewählten Vorstandsmitgliedern soll die erfolgreiche Arbeit fortgeführt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wildbestände in der Göhrde weiterhin verantwortungsvoll gestaltet werden.

Für die musikalische Untermalung der Versammlung sorgte in gewohnter Qualität die Bläsergruppe Himbergen.

Sascha Meyer